Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Aus dem Kirchgemeindebund


Die November-Sitzung des Kirchgemeindebundes machte in den Berichten aus den Kirchgemeinden deutlich, dass die verschiedensten Aktionen für die Advents- und Weihnachtszeit bevorstehen. Ein hoffnungsvolles Zeichen kam aus Pirna. Der erste Bauabschnitt für die Sanierung des Diakonie- und Kirchgemeindezentrums in Copitz (Dacherneuerung) ist genehmigt, für den 2. Bauabschnitt steht die Genehmigung noch aus. Pfarrerin Astrid Hofmann ist in das Vogtland gewechselt. Die Vakanzvertretung wird von Pfarrer Friedrich Prüfer aus Neustadt übernommen. Für die am März unbesetzten Gemeindepädagogen stellen ist den entsprechenden Ausschreibungstexten zugestimmt worden. Ferner wurden Veränderungen in Personalangelegenheiten besprochen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Dezember-Sitzung war die personelle Ausstattung der Kirchenmusik im Kirchgemeindebund in den nächsten Jahren. Dazu war Kirchenmusikdirektor Albrecht Päßler zu Gast. Die Vorschläge der Gruppe »Weiterdenken« sind durch die Kirchenbezirkssynode am 25.11.2023 auf genommen wurden. Durch zurückgehende Gemeindegliederzahlen ist im Bereich Kirchenmusik im Kirchenbezirk rund eine halbe Stelle einzusparen. Dabei sind die Situationen der Gemeinde und auch die Situation der Mitarbeiter genaustens abgewogen worden. Für den Bereich unseres Kirchgemeindebundes kann die Einsparvorgabe durch den Einsatz von Eigenmitteln, die über den Vakanzfond der Landeskirche vergrößert werden können, ausgeglichen werden. In der Gebäudekonzeption unseres Kirchgemeindebundes waren noch geringfügige Änderungen nötig. Der Beschluss des Haushaltsplanes 2024 mit einer Haushaltssumme von 2.234.885 € konnte vorgenommen werden, nachdem die Zustimmung der einzelnen Kirchenvorstände vorlag.

Pfarrer Burkhard Nitzsche

Leitlinien der Evangelisch-Lutherischen Philippuskirchgemeinde Lohmen
zur Bewahrung der Schöpfung und zum Schutz unserer natürlichen Umwelt


»Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht« – diese Übersetzung des Schöpfungsberichts aus 1. Mose 1,28 verleitete Generationen von Menschen dazu, der Erde mehr zu entnehmen, als sie neu zu bilden in der Lage ist. In unserer unmittelbaren Umgebung und weltweit nehmen wir eine fortschrei- tende Zerstörung natürlicher Lebensräume, das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten und die Folgen des Klimawandels wahr. Maßgebliche Ursachen sind der Ressourcenverbrauch und CO 2 -Emissionen der modernen Konsumund Industriegesellschaft. Auch unsere Kirchgemeinde hat daran Anteil. Die Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen werden gerade auch im globalen Süden verschlechtert und zerstört, wo Ressourcen zur Milderung der Auswirkungen der Klimaänderung noch stärker fehlen als bei uns. In diesem Sinn richtet sich die Schöpfungsverantwortung auf die Umweltbedingungen in aller Welt und verlangt damit auch ein Eintreten für die Gerechtigkeit zwischen den Völkern. Wie jede Generation stehen wir in der Verantwortung, unseren Nachkommen eine Umwelt zu hinterlassen, die ihnen keine schlechteren Lebensmöglichkeiten bietet, als sie uns geschenkt wurden. Wir wollen uns die heutige Fassung von 1. Mose 1,28 zu Eigen machen:
»Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz! Ich setze euch über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer Fürsorge an!« Als Kirchgemeinde wollen wir diese Verantwortung für den Erhalt der uns anvertrauten Schöpfung wahrnehmen. Wir begreifen die Frage »Wie hältst du ́s mit der Natur?« nicht nur als pragmatische, sondern auch als geistliche Frage, denn Gott stellt uns in die Welt, »sie zu bebauen und zu bewahren« (1. Mose 2,15).
Wir wollen zeigen, dass ein gutes Leben in »Glaube, Hoffnung und Liebe« (1. Kor. 13,13) möglich ist, und damit eine gesellschaftsfähige Alternative zum Streben nach materiellem Reichtum und Wachstumszwang bieten.
Um dieses Ziel zu erreichen, geben wir, die Evangelisch-Lutherische Philippuskirchgemeinde Lohmen, uns folgende Leitlinien:
• Wir nehmen den eigenen Umweltverbrauch in den Blick und wollen Ressourcen verantwortungsvoll nutzen. Als Grundlage dafür dokumentieren und überprüfen wir jährlich die Umweltauswirkungen unseres Handelns mit dem Ziel einer stetigen Verbesserung. Als Kirchgemeindebund unterstützen wir in allen Handlungsfeldern das Ziel unserer Landeskirche, bis 2035 die Klimaneutralität zu erreichen, indem wir auch uns selbst dieses Ziel stellen. • Wir vermeiden und verringern Belastungen und Gefahren für unsere natürliche Umwelt kontinuierlich durch Anpassung unseres Verhaltens, kritische Prüfung unseres Konsums und den Einsatz von technischen Geräten, Verfahren und Materialien mit möglichst ge- ringem Umweltverbrauch.
• Wir bevorzugen fair gehandelte, regionale und umweltfreundliche Güter und Dienst- leistungen, möglichst von Anbietern aus unserer nahen Umgebung.
• Wir wählen unsere Geschäftspartner vorrangig nach ökologischen und sozialen Kriterien aus (gemäß den Richtlinien für den Erwerb von Waren und Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen, Mai 2018).
• Wir thematisieren Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit als Ausdruck gelebten Glaubens in allen Bereichen des Gemeindelebens.
• Wir richten unsere Aktivitäten an den Maß- stäben für die Umweltzertifizierung »Grüner Hahn« aus und berichten regelmäßig, mindestens jährlich über unsere Erfahrungen und Entscheidungen in den Themenfeldern soziale Gerechtigkeit, Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit.
• Wir suchen die Vernetzung mit anderen Akteuren und das Gespräch mit der Öffentlichkeit. Anregungen und Kritik berücksichtigen wir in unserem Handeln.

Die Anwendung dieser Leitlinien erfordert ein gemeinschaftliches Zusammenwirken von Kirchgemeindeleitung, Mitarbeitenden und Gemeindegliedern. Auf diesem Weg wollen wir aufeinander hören, unsere Bemühungen gegenseitig wertschätzen und Geduld üben. Wir wissen uns getragen im Glauben daran, dass Gott »einen neuen Himmel und eine neue Erde« für uns bereithält (Offb. 21,1) und sehen zugleich einen Auftrag in unserer ak- tuellen Situation darin, »der Stadt Bestes« (Jer. 29, 7) zu suchen.

Nach Vorarbeit und Vorschlag des Umweltkreises und »anders Wachsen – Pirna« vom Kirchenvorstand als verbindliche Leitlinie beschlossen am 07. Juni 2023 /p>

Los geht’s! Für Schöpfung und Gerechtigkeit im Arbeitsalltag handeln


Das Ökumenische Informationszentrum veranstaltet in Zusammenarbeit mit mehreren ökumenischen Kooperationspartnern über den Winter 2023/24 eine Weiterbildungsreihe zum Thema Nachhaltigkeit in Kirchgemeinden. In einer kurzweiligen Stunde kurz vorm Abendbrot bietet es die Möglichkeit, online Spielräume für nachhaltiges Handeln im Raum der Kirche auszuloten. Die Veranstaltungsreihe ist vor allem gedacht für interessierte Gemeindeglieder, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, Kirchenvorstände und Umwelt - und Nachhaltigkeitsgruppen.

Die Weiterbildungen finden online statt. Sie erhalten den Teilnahmelink nach der Anmeldung.

Anmeldung per E-Mail an: manuela.kolster@hvhs-kohren-sahlis.de

Hier das Programm in der Übersicht:
15.11.2023, 18-19 Uhr: Wie anfangen? Konkrete Schritte für mehr Nachhaltigkeit
29.11.2023, 18-19 Uhr: Sachsens Kirchgemeinden werden klimaneutral. Im Gespräch mit dem Klimaschutzmanager der Ev. Luth. Landeskirche
13.12.2023, 18-19 Uhr: Was kann helfen? Beschaffungsrichtlinie der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen
17.01.2024, 18-19 Uhr: Kirchtürme. Orte der Biodiversität.
31.01.2024, 18-19 Uhr: Kirchdächer for Future. Wie kommt die Solaranlage aufs Dach?
28.02.2024, 18-19 Uhr: Zählen und Messen für den Durchblick: Das Grüne Datenkonto
13.03.2024, 18-19 Uhr: Jeder Bleistift zählt? Einkauf und Arbeitsroutinen für das schöpfungsgerechte Büro
27.03.2024, 18-19 Uhr: Kirchenland in gute Hand. Kriterien für Landverpachtung

Sind Sie mit dabei und erfahren Sie, wie unsere Lebens- und Arbeitswelt schöpfungsgerecht und nachhaltig gestaltet werden kann.

Gottesdienste der Karwoche und an den Osterfeiertagen


Die Karwoche und die Ostertage wollen wir in diesem Jahr wieder in gewohnter Weise begehen. Dieser Wunsch war vielfach an uns heran getragen worden. Am Gründonnerstag treffen wir uns um 19 Uhr zum Tischabendmahl in Dorf Wehlen im Pfarrhaus. Karfreitagsgottesdienste finden in Rathewalde (9 Uhr) und Lohmen (10.30 Uhr) statt und in Stadt Wehlen wird es um 15 Uhr wieder eine musikalische Andacht zur Sterbestunde geben. Am Ostersonntag laden wir um 5.30 Uhr zur Osternachtsfeier mit Ehepaar Schleinitz mit an schließendem Osterfrühstück und um 10 Uhr zum Familiengottesdienst mit Osternestsuche für die Kinder mit unserem Gemeindepädagogen Marcus Hohenhausen ein. Am Ostermontag wird 10 Uhr in Stürza ein Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Henke stattfinden.
Der Kirchenvorstand