Gemeindeleben - Lebendige Gemeinde

Das Gemeindehaus ist eingeweiht







Ende August hatten wir noch richtig Sommer. Und so fieberten wir bei sonnigem Wetter der Einweihung des neuen Gemeindehauses entgegen. In den Tagen zuvor wurde noch gewerkelt, getestet und gereinigt.

Dann ging es los. Der Puppenspieler Wolf-Dieter Goöck vom Theatrium Steinau ließ etwas Musik laufen und begrüßte dann im Namen seiner Puppen die Zuschauer, vor allem die Kinder mit seinem Stück: Wie schön ist Panama. Es war ein buntes, fröhliches Spiel, das der Phantasie Raum gab, aber auch erkennen ließ, dass Gutes und Schönes ganz nah liegen können. Die Kinder waren von Anfang an dabei und nahmen am Ende gern die Einladung an, noch etwas näher zu den Akteuren zu kommen. Wie geplant erklang später das Lied “Ich öffne die Tür weit am Abend, dem viele andere folgten. Wir hatten die Türen geöffnet und viele sind eingetreten, haben gelauscht, mitgesungen und auch die mitgebrachten Speisen gekostet. Das Kino begann sehr spät – aber so war es ja ausnahmsweise geplant. Aus der nun kleineren Runde hörte ich sinngemäß: „Ich hatte den Film schon gesehen, aber gar nicht mehr in Erinnerung, dass er so gut war.“ Ob das vielleicht ja auch am neuen Raum lag? Bei den nun wieder regelmäßig stattfindenden Kirchenkinovorstellungen können wir das ja testen.

Der Sonntag begann natürlich mit einem Gottesdienst. Schön, dass wir ihn in großer Runde in der Kirche feiern konnten. Eine gute musikalische Ausgestaltung und biblisch angeregte Gedanken über das Bauen haben sich gut ergänzt. So haben es mir jedenfalls danach einige gesagt.

Im liturgischen Zug ging es dann hinüber ins neue Haus, das wir nun auch ganz bewusst unter den Segen Gottes gestellt haben. Es war ein schönes Erleben, dass auch im größeren Raum zu diesem Anlass die Plätze nicht reichten. Aber wir haben ja nach wie vor auch einen schönen Garten, dessen schattige Plätze zum Sitzen einluden. Dank der Technik war es möglich, auch von draußen die Glückwünsche und Grußreden mitzuhören. Viele Gäste waren unserer Einladung gefolgt, den weitesten Weg hatten die aus Lettland und die aus der Nähe von Brünn in Tschechien auf sich genommen. Die Lincolner konnten diesmal nicht da sein, aber sie haben den Aufwand nicht gescheut und uns in Blei gefasste gläserne Grüße gesandt, die sicher bald ihren Platz finden werden.

Wir freuen uns auf viele Veranstaltungen in den neuen Räumen, das Steenbrecherfest steht vor der Tür und im Oktober wollen wir 25 Jahre Posaunenchor feiern. Möge der Wunsch aus Psalm 46 auch für diese Räume sich erfüllen:

Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben ,… da die Wohnungen des Höchsten sind.

Michael Schleinitz Schleinitz

Liebe Gäste, liebe Gemeindeglieder!

Erst war es ein Traum - unser neues Gemeindehaus.Und manchmal auch ein ganz ausschweifender: “vielleicht das alte Landwirtschaftsgut über der Straße..., oder später stand dann das Erbgericht leer …. Zuletzt nahm aber der Traum in Form eines Plans hier auf dem Gelände hinter dem Pfarrhaus richtig Gestalt an.

Leicht war es trotzdem nicht, die Entscheidung für das neue Gemeindezentrum zu treffen. Auch viele ernstgenommene Meinungen gegen einen Neubau wurden gehört und geprüft. Doch der entscheidende Punkt war: Durch die Zentralisierung unsres Gemeindelebens wird ein größerer Raum gebraucht als er in einem unserer fünf Teile der Philippusgemeinde vorhanden ist.

Dann stand der Hausbau fest. Danach kam die Frage des “Wie?“ Hausbau – Bauhaus – aus heutiger Sicht im Jubiläumsjahr “100 Jahre Bauhaus“ - alle Welt spricht davon – haben wir analytisch betrachtet die Ideale des damaligen neuen Bauens genau so verwirklicht. Gropius, der erste Weimarer Bauhausdirektor, stand für flexibles, effektives Bauen; Meyer, der zweite Direktor, favorisierte das anwendungsspezifische Bauen und Mies van der Rhode, der dritte, dem ging es um die Auflösung der Grenze zwischen Innen-und Außenraum. …Sehen Sie sich um!

Wenn es auch laut Forschung keinen einheitlichen Bauhausstil gibt, - wir haben hier eigentlich die Verschmelzung dieser Ideen. Er ist ein universeller, lichtdurchfluteter, zukunftsorientierter, langlebiger und bezahlbarer Anbau entstanden! Danke an alle!

Früher gab es die Tradition, über einen neuen Hauseingang eine Hausinschrift anzubringen. Ich möchte hier verbal einen Spruch (bundesländerübergreifend aus der Mark) dem Neubau mit auf den Weg geben:

“Stein und Mörtel bauen ein Haus,
Geist und Liebe schmücken es aus.“

In genau diesem Sinne hoffe ich, dass wir die künftige Nutzung als Kirchgemeinde einladend für alle gestalten können.

Durch Jesus ist Frieden in die Welt gekommen, und dieser Frieden ist ein Angebot für alle! Wir werden uns sicher hier wohl fühlen, und Gäste sind immer herzlich eingeladen! Unsere Türen sollen weit offen stehen, natürlich zur Freude, also für Feiern … aber: vielleicht gelingt es auch, Schwellenängste dauerhaft zu überwinden, miteinander über Glauben zu reden und hier Frieden zu finden, das heißt: heimisch zu werden.

So geht unser Traum weiter … . Ein ganz besonderer Dank an Uta Pangritz, Brigitte und Michael Schleinitz.

Diethelm Beyrich
im Namen des Kirchenvorstandes


DANKESCHÖN

In den letzten Wochen war in der Philippuskirchgemeinde viel los. Wir hatten Konzerte mit vollen Kirchen, wir haben unsere neuen Gemeinderäumlichkeiten in Lohmen eingeweiht, wir haben Volksfeste mitgestaltet und mitgefeiert. Und das nicht nur in Lohmen, sondern auch in Stadt Wehlen!

Viele haben mitgemacht z.B. Gottesdienste vorbereitet und mitgestaltet, Kuchen gebacken, Suppen gekocht, Kaffee gekocht, Blumen gebracht, sauber gemacht, Haus und Garten ein- und aufgeräumt, verkauft, abgewaschen, Kränze gebunden, Erntekrone, Getreidepuppen und Erntegaben gebracht……….. und auch viel Geld gespendet! Es sind Viele, so dass wir jetzt keine einzelnen Namen nennen möchten.

Aber wir möchten sehr herzlich danken.

Ein großes DANKESCHÖN an all die vielen fleißigen Frauen und Männer und auch an die Konfirmanden!

Brigitte und Michael Schleinitz


Fahrradtour nach Kleinzschachwitz

Seit zwei Jahren gibt es eine weitere Radwegekirche in unserer Umgebung: Die Stephanuskirche in Kleinzschawitz. Eine Gruppe hat sich engagiert darum bemüht, dieses Gotteshaus für die Einkehr der Menschen zu öffnen, die sich auf Radtour befinden und die Ausschilderung vom Elberadweg aus zu installieren.

Sie haben uns in Stadt Wehlen schon mehrfach besucht und nun war es an uns, den Gegenbesuch zu starten. So ging es am Sonntag, dem 7. Juli von der Radfahrerkirche aus erstmals elbabwärts auf Tour. Eine Familie aus dem Erzgebirge hatte sich unserer kleinen „Stammgruppe“ angeschlossen.

So tangierte unser Weg diesmal Schloss Pillnitz. Im Kirchgelände angekommen, waren wir sehr überrascht, bereits einen gedeckten Tisch vorzufinden. Besuchen Sie doch auch mal diese kleine, aber interessante Kirche!

Der Heimweg führte uns über Heidenau, der neuen Wirkungsstätte von Erdmute Gustke. So konnten wir einen Eindruck vom neuen Gemeindehaus samt Gelände bekommen. Besonders haben uns die Fahrradständer gefallen. Da haben wir bei uns noch Nachholbedarf.

Michael Schleinitz